Transkription
1
lin Wein geben so er nit ausgeschlagen
2
vnnd hernach vnder allem Reegen die
3
Schlosß-Wiß hinunder spaziert, wo am
4
Vendenbach seiner ein Pferdt gewartet etc.
5
Den 5. Septembris. Ist der Morgen zimmlich still ge-
6
weßen: aber es henkte sich vmb vnnd vmb
7
auf den höchenen der Bergen ein diker
8
Nebel, der sich hinauf gestrichen, hernach
9
mithin die Sonne bliken lasßen, bÿ allzeit
10
wähendem Oberwind in der Tiefe: im Ge-
11
wülk aber iagte ein vnder Wind vnderschidlich
12
Gewülk ob vnß haar: vnnd weilen er
13
endtlich gegen dem Ober Wind meister
14
worden, hatt er vnß gegen 2 Vhren wider
15
Reegen gebracht: worvon vnßer in
16
der Schlosß-Wiß ligende Embd einzu-
17
bringen wider verhinderet worden. Doch
18
ist ein Wagen voll darvon zum Hauß
19
geführt worden, war aber nit alligklich
20
wohl dühr. Die Nacht ist sehr finster
21
vnnd still gefolget. Nach Mittag
22
bin ich auf Mohrwylen spaziert, wo ich
23
bÿ selbigem bauren ein Reit-Pferdt
24
bestellt, selbiges auf vnßer Reiß nacher
26
wider heimkommen, aber bÿ zimmlich starkem
27
Wind. Dorten fande ich vnßeren
29
mit dem ich die neüwlich angefangene
30
Vmbgelt-Rechnung heüt freündlicher
31
vollenden können, als sie neüwlich ange-
32
fangen, vnnd hatt iezt so wohl sein
33
eignen an seinen Reeben erwachsenen
34
Wein