Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

10. August 1698 · Seite 375r · Scan 775
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[375r] 1698
Zeilen 10–12
Licentia struendi domum, non cuilibet data.
(lat) Die Erlaubnis, ein Haus zu bauen, ist nicht jedem gegeben.
Zeilen 18–21
Pater Oeconomus Clingencellensis agrum comparatum in ius horti vertere conatur.
(lat) Pater Statthalter von Klingenzell versucht, den erworbenen Acker rechtlich in einen Garten umzuwandeln.

Transkription

Augustus.
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auch Mittel in disem Handel einschlagen,
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doch aber wann es an einem geringen
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stehe, rathe ich, das er vmb ein ge-
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ringes nit will streiten: wann sonder-
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lich der Baschi mit dem Preÿß, so das
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abgeführte Heüw möchte werth
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seÿn (circiter 10 oder 12 Florin) sich befrid-
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igen liesße. Wir kämen auch in
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Discurs von dem Gebeüw, darbÿ ich
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ihme gesagt, daß er vnersuechta der
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Herrschaft nit zubbauwen hette, oder
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aber müsste er ein Erkantnus dar-
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gegen thuen. Er aber wollte es an-
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fanglich nit gestehen, bis endtlich ich
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ihme die Recht, vnnd Exempla ge-
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wisen; da er sich ergeben, vnnd gesagt,
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das er es nit gewüsst. Item
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vermeinte er, daß gesagter Aker
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ihme von der Gemeind Eschenz sollte
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vergünstiget werden einzufangen,
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vnnd wollte nit zweÿflen, solches
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zuerhalten. Ich aber machte ihme dar-
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bÿ grosße Difficultet, vnnd wolte
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es nit glauben, anderst er nemme
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ein Obligation eines jährlichen Grund-
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zinß auf sich oder auf das Gut. Dessen
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er sich wider beschwärt, vnnd vermein-
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en wollen, ein herrschaft könnte
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solches wohl außwürken: desßen ich
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ganz nit gestehen, noch hofen wollen.
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Da wir also mit ein anderen in fründtlich
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Discurs waren, ist Herr Pater Dietland zu
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vnß

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.