Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

9. August 1698 · Seite 373r · Scan 771
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Marginalie
[373r]
Zeile 1
1698

Transkription

Augustus.
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ich dem Stieren-Knecht, das diser Stier
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vbel bestellt, vnnd krank were.
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Er aber antwortete mir, das ihme
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anders nichts fehle, als das er sehr
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ermüdet. Ich sahe ihme ein Weil
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nach, da er im Burghölzlin in daß
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Gestrüpp sich gestellt, dorten aber durch
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den Stieren-bueb mit streichen vnnd
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stosßen fortzugehen getriben, nit weiter,
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als ettlich wenig Schritt gangen, da er still
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gestanden, vnnd nit ferner fort wollen,
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so das der Müller-Knecht, welcher mit
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vnßerem Mähl eben auf Freüwdenfels
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kommen, nit fort treiben können. Vnder
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desßen bin ich mit Herrn Pater Dietlando wider
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zuruk gangen, vnnd hab den Stieren
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also ellenden vnnd wankenden vor deß
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Müllers Pferdten angetrofen, vnnd gleich
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erkannt, daß dem sit venia Stieren sehr vbel
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were: ruefte vmb hilf, da vnßer
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Kühehirt gleich zugelofen, vnnd eben
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noch so vill Zeit gehabt, das er den
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Stieren mit einem Stein an die Stirnen
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schlagen, vnnd ein Stich in Hals geben
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können, sonsten were er sicherlich
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im Angesicht vnßer verrekt. Ich
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befahl hierüber ihne in die Schatten zu-
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führen, den Mezger ylends zubescheiden,
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vnnd seines Raths zuhaben. Er ist
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aber erst nach einer Stund ankommen,
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vnnd aber einige Hand nit anlegen
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wollen

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