Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

7. August 1698 · Seite 371v · Scan 768
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Marginalie
[17_371v]
Zeile 1
1698
Zeilen 20–21
Reverenuds Pater Dietlandus redit ad nos.
(lat) Hochwürden Pater Dietland kehrt zu uns zurück.
Zeilen 25–26
Schafrat lustrat P. Oeconomus.
(lat) Pater Statthalter besichtigt Schafferez.

Transkription

Augustus
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noch ferner beholfen zu seÿn: hatt ver-
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meint, auf Mittag wider hier zu seÿn, ist
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aber erst auf den Abend heimkommen. Es
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hatt nach Mittag wider einem starken
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Reegen-Wetter gleich gesehen: ist aber
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nur ein weniger vnnd kurzer Spruz
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geweßen, vnnd bald wider hell worden,
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daß wider ein grosße Quantitet Frucht
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mögen eingeführt werden.
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Den 6. August. War wider ein trüeber Morgen,
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vnnd musß in der Nacht etwas weniges
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geregnet haben. Der Tag hatt mit-
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hin starken Wind, so das Wetter
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ettlich mahl gemacht abwechslen,
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so das nach heissem Sonnen-Schein
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schwarzes Gewülk erfolget, darauß
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ettlich mahl zarter weniger Reegen
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ganz kurz gefallen, vnnd etwas
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Murren von Tunderen gehört worden.
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Vnßer Herr Pater Dietlandus ist heüt von
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seiner Reiß bÿ vnß auch wider an-
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kommen, so mich nit wenig gefreüwte.
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Den 7. Augusti. War ein edler tag, vnnd ein
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sehr frischer Abend. Nach Mittag bin
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ich mit Herrn Pater Dietlando auf Schafrat spa-
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ziert, zusehen, wie die Frucht im Veld be-
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schafen, vnnd resolvierte, daß vor 8
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Tagen der Schnitt nit wohl könnte ange-
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fangen werden. Eß stuend zimmlich wohl
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im Korn, aber der Haber, wie schier
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meistes

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