Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

5. August 1698 · Seite 371r · Scan 767
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Marginalie
[371r]
Zeile 1
1698
Zeilen 15–16
Pater Marianus in Gintelhart abit.
(lat) Pater Marian geht nach Gündelhart.
Zeilen 29–30
Similiter etiam hodie.
(lat) Dasselbe auch heute.

Transkription

Augustus.
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vermeinte, daß er von dem wegen
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des Kirchhofs zu Eschenz Auskauf em-
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pfangenen 60 Florin nichts mehr werde
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schuldig seÿn, vnnd ist noch zu 30 ge-
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bliben. Hinwider vermeinte Herr Præ-
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dicant die 60 Florin paar erschatten müssen:
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so hatt er doch so vill erwisen, das er
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vast daß halbe mit vnderschidlichen Ausgaben
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ersezt etc. Wir arbeiteten bÿ ein
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anderen, bis gegen halber 11 Vhren, da
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ich aufgestanden, vnnd vneracht der Pfleger
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Mezger mit einen Trunk anerbotten,
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hab ich doch nit trunken, vnnd mich nit
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saumen wollen, sonder bin alsobald nacher
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Hauß spaziert. Heüt Morgen
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ist Herr Pater Marian auf Gintelhart spaziert,
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wo er bÿ selbigem Pfarrherren zu Mittag
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gespißen, vnnd etwas Mathematischer
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Arbeit verrichtet: Abends aber ist er
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bÿ guter Zeit wider heimkommen.
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Die Nacht ist wider verhofen, zimmlich rueh-
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wig passiert.
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Den 5. Augusti. Ist wider ein gewülkter Morg-
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gen gewesen, vnnd iagte ein vnderwind
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bald, bald ein zwercher Mittag-Wind
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das Gewülk vnnd vnßere Fenster Läd-
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en ofters hinvnd wider. Ist doch gegen
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8 Vhren zimmlich hell worden, vnnd ein
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zimmlich warmer Tag. Herr Pater Ma-
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rian ist heüt vmb 6 Vhren widerumb
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nacher Gintelhart spaziert, dem-
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selben Pfarherrn in angefangenem Werk
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noch

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