Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

18. Juli 1698 · Seite 357v · Scan 740
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–6
[357v] 1698 Pater Oeconomus Clingenzellensis petit licentiam vehendi faenum ex Fechtnauw per Langwis.
(lat) Der Pater Statthalter von Klingenzell bittet um Erlaubnis, Heu aus der Fechtnau über die Langwiese zu transportieren.
Zeilen 8–9
Mittuntur ei herbae ex nostro horto.
(lat) Ihm wird Gemüse aus unserem Garten geschickt.
Zeilen 13–15
Conceditur etiam fodina arenae in Sigentahl.
(lat) Auch das Sandgraben im Sigenthal wird ihm gestattet.
Zeilen 24–26
Dominicus Rüssi chyrurgus nobiscum prandet.
(lat) Der Barbier Dominik Rüssi isst mit uns zu Mittag.

Transkription

Iulius
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Köchin ankommen, befragend, ob mann
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nit wolte zugeben, daß er sein Heüw
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in seiner Vechtenauw möchte durch
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die Schlosß-Wiß hinwek führen. So
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mann in Gottes Namen für dißmahl
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zugegeben, aber ohne Consequenz etc. Item
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begehrte sie etwas Mangolt-Kraut,
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Salat, vnnd Stirzel: so in gleichem ihren
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geben, vnnd dem Herrn Statthalteren zu ein-
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em fründtlichen Gruosß geschikt worden.
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Ich hab ihme auch zugegeben, das er daß
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nothwendige Sand zu seiner Scheür
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dermahlen im Sigenthal, hinderhalb an
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dem Teüfelsloch abholen, auch selbiges
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durch vnßere Güeter auf Clingenzell
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führen möge; aber anderst nit, als nur
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für dißmahlen: ins künftig aber soll
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er die gemeine Strasß wider brauchen,
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vnnd einiges Recht oder consequenz zu
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diser vnßer Strasß nit haben etc.
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Den 18. Iulii. Hatten wir ein edlen hellen
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Morgen, vnnd darüber ein sehr warmen
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schönen Tag. Gegen Mittag ist Herr
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Dominicus Rüssia ein balbierer Gesell,
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sein Sohn, allhero kommen, mich zubegrüessen.
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Er war bÿ Herrn Furrer in Winterthur
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in Arbeit, vnnd hatte eben ein Kund, so
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er geschnitten, iezt in der Chur, darunben
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er iezt zu Wagenhausen sich aufhalten
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müsste

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.