Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

19. Juli 1698 · Seite 358r · Scan 741
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[358r] 1698
Zeilen 22–23
Balthasar Buel queritur processum contra se.
(lat) Balthasar Büel beklagt sich über das Verfahren gegen ihn.

Transkription

Iulius
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müsste, vmb selbiges täglich zu verbinden.
2
Er erzellte mir vill Sachen von Rapper-
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schweil, vnnd speisste mit vnß zu Mittag.
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Ist hernach etwas spazieren gangen, vnnd
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gegen 3 wider zuruk kommen, sich vmb alles
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bedankend, vnnd gestraks wider nach Wa-
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genhausen gangen etc. Auf den Abend
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verfinsterte sich der Himmel sehr stark,
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vnnd treüwete ein streng Wetter: so
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endtlich der Wind von vnden här auch vber
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vnß getriben; aber anders nichts, als ein
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zarter Reegen mita zwar öfteren Plizgen,
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aber wenigem Tonder erfolget. Wir er-
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sorgten ein streng Wetter, vnnd hatt mann
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desßetwegen aller Ohrten stark für Wetter
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geleüten. Bald auch wider still, vnnd ein
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schöner Himmel worden, auch rüehwige
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Nacht. Wir haben dem Lieben Gott
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für so edel Wetter billich hochstes zu-
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danken.
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Den 19. Iulii. Ist wider ein edler heller,
22
vnnd lieblicher Morgen vnnd heisßer
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tag geweßen. Herr Pfleger ab
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Burg Balz Büel ist heüt ankommen,
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mich befragend, warumben ihme so ernst-
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lichen befelch durch den Weybel, verwichen-
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en Mittwochen vbersandt, die Kirchen
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Burg zubezahlen, da doch er hofe, nichts
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schuldig zu seÿn, sonder ehender die Kirchen
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ihme etc. Erweisste auch solches alsobald
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in der Rechnung, pittend ich ihme nit so
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streng

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.