Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

16. Juli 1698 · Seite 354v · Scan 734
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Zeile 1
[354v] 1698
Zeilen 26–27
Redit Pater Dietlandus ad nos.

Transkription

Iulius
1
Josten Hauß auf ofentlicher Gasß stehen
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lasßen, vnnd seÿnd in das Hauß gangen,
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dahin der Joß sie vmb einen Trunk
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hinein geladen. Alß ich gegen 3 Vhren
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ab Schafrat dahin kommen, vnnd das die
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Pferdt also müssig auf ofener Strasß
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sehen müesßen, verwunderend gefragt,
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sagte mann mir, daß vnßere Knecht
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bÿ dem Josten in der Stuben weren, vnnd mit
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ein anderen trinkten. Ich hatte kein Freüd
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ab diser Zeitung, sonder gieng alsobald in daß
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Hauß, fande die Knecht mit sambt dem
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Josten am Tisch mit ein anderen trinken.
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Filzete sie auß, mit ernstlichem befelch,
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die Pferdt vnnd Wagen nit so lasßen in der
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Strasß zustehen, da sonderlich der Himmel
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zimlich starken Reegen treüwete. Sie
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warden scham roth, stuenden alsobald auf,
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vnnd fahrten fort. Sie seÿnd aber nachgends
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ennet dem bächlin, als sie den Bühel
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hinauf fahren wollen, vbel verhinderet
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worden, weilen die Strasß sehr tief,
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so das 2 Pferdt bis an bauch einge-
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sunken; vnnd müssten sie dessetwegen
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Hilf suechen, vnnd 2 Stieren vorspannen,
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die Pferdt wider auß dem Morast zu-
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bringen. Herr Pater Dietlandum ist vnder
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allem Reegen wider heimkommen. Vnnd con-
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tinuierte der Reegen bis in die Nacht,
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so ganz finster worden.
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Den 16. Iulii. Hatten wir erstens ein
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trüeben

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