Transkription
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Den 30.sten vnnd lezten tag Iunii haben
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wir ein küelen Morgen gehabt, welchen
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der beständig wähende Bÿß Wind ver-
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ursachet: vnnd wähete er den ganzen
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tag ganz stark. Heüt fiengen
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wir vnßeren heüwet an in der Lang Wiß;
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Eß ware zwar nit alligklich reif: allein
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wir müssten wegen anderer Arbeit fürd-
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eren. Hatte sonsten zimmlich Heüw etc.
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vnnd war darzu ein ganz edler Sonnen-
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scheiniger Tag.
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Dißer Monat ist also vill Nasß geweßen,
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endtlich aber sich mit schönem edlem Wetter
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geendet. Aber wir sachen in vnßer
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Vechtnauw noch keins Trauben-bluost,
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vnnd wirdt sorglich noch mehr Tag geben,
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welche keins haben werden. Sonsten
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ist auch wenig vnzÿfer zusehen geweßen,
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so das einiger Kirschi-Kefer vnnd der
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gleichen nit gesehen worden. Allein daß
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lange Reegen-Wetter hatt den Kirschen,
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auch anderem bluost in gleichem den Nussen
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ein starken Abbruch verursachet, vnnd
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wirdt kein grosße Quantitet des Obsß-
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Gewachs zu erwarten seÿn.
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Der Erste