Transkription
1
so Hanß Mezger innhatt, den Ein-
2
zug vnnd SatzGelt zubezahlen
3
iederweilen genötiget worden, vnnd be-
4
zahlt haben, wirdt mann vermeinen,
5
der OberMüller werde ein gleiches
6
thuen müsßen vnnd zuthuen schuldig
7
seÿn. Nein, antwortete ich:
8
dann es ist ein Vnderscheid die herr-
9
schaft vnnd die Vnderthanen. Vnnd
10
warumb sollte ein herrschaft nit
11
mehrere Recht haben, als die Vnder-
12
thanen? Nunn aber mögen ihr dem Müll-
13
er wohl darumb anreden: gibt er et-
14
was gutwillig, werde ich durch die fing-
15
er schauwen: lasße aber kein Schuldigkeit
16
darauß machen, vnnd wolle hiermit be-
17
ster Form darwider protestiert haben.
18
Als nunn gesagter Johannes Diener
19
zu dem Müller gekehrt, vnnd den Eÿm-
20
er Wein erforderet, sagte er, daß
21
er sich vorhero mit seinem Herrn Statt-
22
halteren bereden wollen. Ist also er
23
disen NachMittag ankommen, vnnd daß
24
Johannes Diener bÿ ihme den Eÿmer
25
Wein erforderet, mir erzellt: auch
26
befragt, wie er sich hierinn zuhalten.
27
Ich antwortete ihme, wie vorhero
28
dem Meßmer: doch sagte ich, eß
29
werde endtlich an einem Eÿmer Wein
30
nit vill ligen; möchte etwann ein
31
gueten Willen machen. Allein so wann
32
er