Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

19. Juni 1698 · Seite 328r · Scan 681
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–5
[328r] 1698 Conrad Zuber, intendit tingere coloribus atrium nostrum, differtur ad alium diem.
(lat) Conrad Zuber wollte unseren Hof mit Farbe streichen, doch es wurde auf einen anderen Tag verschoben.
Zeilen 16–18
Clittellarii vinum in Eschenz arcessunt ultima vice.
(lat) Die Säumer holen zum letzten Mal Wein aus Eschenz.

Transkription

Iunius.
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Œningen daß thorlin vor vnßerem
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Höflin mit farben anstreichen, massen
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er befelch gehabt, vnnd alle Materialia
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mit sich gebracht. Ich sagte aber, er es
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bis künftigen Sambstag spahren solle
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vmb dieweilen wir mit dem Clingen-
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zeller Haußrath allhero zubringen,
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vill ein vnnd außfahren müssten, wor-
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von der Farb leichtlich ein vnstricha könte
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gemacht werden: sonder sollte er am
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Sambstag kommen, darüber der Feÿrtag
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folgten, vnder welchem es Zeit genug hette
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außzutruknen. Liesß ihme ein Trunk
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geben, vnnd also wider nacher Hauß gehen.
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Den 19. Iunii. Weilen vnßer Seümer
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gestert ankommen zu Eschenz wider, vnnd
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nunn das lezte Mahl Wein zuholen,
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bin ich vmb halber 8b Vhren am Morgen
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dahin spaziert, hab sie gefergget,
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vnnd dann dorten mein Heilige Mesß ver-
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richtet, nach demme ich vorhero in
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daß Werd gefahren, vnnd mit Herrn Pfar-
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rer, wegen von Herrn Decano mir vber-
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sandten befelch, auch daß er in dem
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Zehendt-Scheür Wißlin daß Graß fürd-
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erlich abmähen solle, kurzlich geredt.
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Ich bin darauf wider alsobald nacher
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Hauß gekehrt. Vnderzwüschen
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vnnd vor

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.