Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

25. April 1698 · Seite 284v · Scan 594
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[284v] 1698
Zeilen 13–15
Pedissequo conficitur vestis cumcolore insignium.
(lat) Dem Diener wird ein Mantel in der Farbe des Wappens gemacht.
Zeilen 26–29
Æditiuus prior et modernus componuntur circa suam præbendam et alia.
(lat) Der frühere und der jetzige Messmer einigen sich wegen ihrer Pfründe und anderem.

Transkription

Aprilis
1
müssten also wir vnß wider gedulden:
2
darüber wir mit etwas Vertrusß spazieren
3
gangen bis gegen 4 Vhren. Eß be-
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ziehete sich der Himmel auf den Abend
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sterker, vnnd wähete gegen 7 Vhren
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mit grosser vngestümme, mit sich ein
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ernstlichen Reegen bringend, welcher
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Anfang zimmlich plazet, nachgends et-
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waß stiller worden, aber schier die ganze
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Nacht continuiert. Wormit die Strassen
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wider vnlustig worden. Gestert
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vnnd heüt hatte ich den Schneider im hauß,
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vnßerem Laggeÿ ein Liberÿ-Kittel
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zumachen, daran er bis vber 12 Vhren
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in der Nacht gearbeitet, vnnd erst her-
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nach auf Mammeren sein heimet gangen,
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damit er am Morgen mit anderen
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könte in die Reichenauw fahren.
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Machte doch nit alles fertig etc.
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Den 25. Aprilis. Nach demme der Wind vnnd
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Reegen, wie gemeldt, schier die ganze
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Nacht vnlustig gewesen, fanden wir am
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Morgen auch trüeben vnlustigen Himmel,
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kalt, etwas vngestümme, wenig Sonnen
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den ganzen tag. Auf den Abend seynd
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der Alte Meßmer Johannes Diener, vnnd
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der jung Meßmer Johannes Traber vor
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mir erschinen, welche mit ein anderen
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abkuhret in Herrn Pater Dietlandi vnnd meiner
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Gegenwart, auch beneben vmb ett-
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liche

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