Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

8. April 1698 · Seite 275v · Scan 576
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[275v] 1698
Zeilen 4–6
Gallus Hug urgetur ad satisfactionem.
(lat) Gallus Hug wird zur Wiedergutmachung gedrängt.
Zeilen 15–18
Pater Œconomus discedit, et in Freudenfels revertitur.
(lat) Pater Statthalter reist ab und kehrt nach Freudenfels zurück.
Zeilen 24–25
Gallicus indicus furto ablatus.
(lat) Ein Truthan wird gestohlen.

Transkription

Aprilis
1
Welschen Hanen ihme zubringen zuwissen,
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darumben er mich angeredt, vnnd ich
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herzlich gern zugegeben. Ich schreibte
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auch ein brieflin auf Ceziken an Adam
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Gubler vnßerem LehenMann, vmb
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zuerfahren, ob Galli Hug sich zu dem
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bequembt was wir neüwlich mit ihme
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gehandlet, dann ein fahl er sich nit be-
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quembt habe, müsße er bÿ erstem Ge-
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richt zu Tobel beklagt werden. Ich
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könnte aber die Antwort nit erwarten,
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sonder nach deme Herr Pater Statthalter etwas
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frühers, mir zu lieb, den Tisch gerüst-
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et, vnnd wir denselben mit Freüwden
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genosßen, bin ich gegen halber 1 Vhren
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zu Pferdt gesesßen, vnnd auf Freüwd-
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enfels geritten, wo ich vmb halber 4
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Vhren wohl ankommen: vnderdesßen aber
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ob Wellenberg auch ein zimmlichen Spruz
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leiden müsßen. Als ich eben
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von dem Pferdt gestigen, kündet mann
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mir zu aller erst ein botten bodta an,
23
daß der beste Welsche Hannen vnder
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währender Zeit, da das Volk zu Mit-
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tag gespißen, sie hinwek kommen, wüsste
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nit wohin oder durch wenn. Ohn-
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eracht ich darab kein Freüwd ge-
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habt, müsste ich doch lachen, vnnd sagte,
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daß der dieb doch nit närrisch gewesen,
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sonsten

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.