Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

4. April 1698 · Seite 272v · Scan 570
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[272v] 1698 Reverendus Pater Dietlandus redit Constantia.
(lat) Hochwürden Pater Dietland kehrt von Konstanz zurück.
Zeilen 11–12
Porcelli empti pro Schafrat.
(lat) Für Schafferez werden Ferkel gekauft.
Zeilen 20–21
Pater Marian in Gintelhart abit.
(lat) Pater Marianus geht nach Gündelhard.

Transkription

Aprilis
1
fünf Vhren kehrte auch vnßer Herr Pater
2
Dietlandus von Constanz wider zuruk
3
bÿ vnß zu, dem ich gester diener
4
vnnd Pferdt dahin aufgeschikt (übermitteln).
5
Den 2. Aprilis. Fanden wir am Morgen
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alligklich trüeben Himmel, vnnd regnet
7
zartlich, mit vilem hin vnnd wider
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hangendem Nebel, biß gegen die Nacht. War
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also wider ein starke Abenderung von
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dem gestrigen vnnd vorgestrigena Tag.
11
Ich kaufte den Tag ein paar sit venia Ferkle
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für Schafrat, selbige dorten zu erziehen,
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müsste für iedes 27 Bazen bezahlen,
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so mich zimmlich teür dunkte, da sonsten
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alles anders ganz wohlfeil ware etc.
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Die Nacht darüber war still.
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Den 3. Aprilis. Ist wider ein ganz schöner vnnd
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edler Tag geweßen von Morgen bis inb
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Nacht. Herr Pater Marian gieng nach Mittag
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auf Gintelhart, dahin selbiger Herr Pfarrer
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ihnen sehr verlangt. Herr Pater Dietlandus
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vnd ich gieng auf vnder Eschenz, besicht-
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igten dorten des Zimmermanns Arbeit
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am Kahlhoof, vnnd giengen darüber
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wider nacher Haus, dahin Herr Pater Ma-
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rian vmb halber 7 Vhren auch kommen.
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Den 4. Aprilis. War ein frischer Morgen,
28
aber schön hell, vnnd stuend die Sonne
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ganz schön auf: auch darüber ein edler
30
warmer

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.