Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

31. März 1698 · Seite 270v · Scan 566
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[270v] 1698
Zeilen 11–13
Farcimina missa Domino Parocho et cauponi in Eschenz
(lat) Herrn Pfarrer und dem Wirt von Eschenz werden Würste geschickt.
Zeilen 28–30
Carnes et farcimina na Patribus Capucinis missa.
(lat) Den Kapuziner-Patres werden Fleisch und Würste geschickt.

Transkription

Martius
1
gegen der Nacht, da er erstillet, vnnd vnß
2
ein rüehwige Nacht gelasßen. Vnder
3
tagen war er streng, gab oft, Reegen,
4
auch etwas, aber wenig Sonnen-Schein.
5
In der Nacht still, vnnd machte etwas
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weniges zarten Spruz.
7
Den 30. Martii. Am Heiligen Ostertag wähete
8
der kalte Vnderluft vom Morgen an biß
9
in Mitternachta, doch nit sonders stark, vnnd
10
sprüzte mithin das Erdtrich zartlich.
11
Ich schikte heüt dem Herrn Pfarrer zu Eschenz
12
ein paar blut vnnd Leberen- vnnd ein paar
13
bratwürst: auch in gleichem den Rap-
14
pen Wÿrth Herrn Christof Hÿmbeer, mich
15
bedankend vmb das neüwlich mir am
16
St. Josephstag gesandte Spanische brodt.
17
Der Nach Mittag mir hinwider ein gut
18
Stüklin Kalbleisch (war ein Nierbrät-
19
lin) vberschikt, vnnd also mir ganz
20
wohl gelohnet: desßen aber ich nit verlangt,
21
der Nach Mittag hatte zwar noch etwas
22
vnderluft: doch war er zart, vnnd liesß
23
vast ganz hellen himmel, so daß in der
24
Nacht das ganze sichtbare Firmament
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voller Sternen zusehen gewesen.
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Den 31. Martii. Schikte ich in aller Frühe
27
ein Magdt auf Frauwenfeld, Reverendi
28
Patres Capucinis ein Schweinenen Kopf
29
9 bradt- 3b blut- vnnd 3 LeberWürst,
30
auch

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung: "2" durch "3" ersetzt.