Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

18. März 1698 · Seite 265r · Scan 555
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[265r] 1698
Zeile 7
Nix
(lat) Schnee.

Transkription

Martius
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hinwider hatte ihme fernere Gründ vber
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schriben, damit alles desto besßere End-
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schaft haben möchte etc. Der Nach-
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Mittag war ein mit Sonnen-Schein,
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aber der Oberluft wähete beständig zimmlich
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frisch: doch war die Nacht rüehwig.
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Den 17. Martii. Fanden wir am Morgen trüben
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Himmel, kalt vnnd gefrohren, darzu der
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Oberluft anfieng etwas Schnees zu er-
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weken, der nach vnnd nach sterker ge-
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fallen, vnnd bis auf die Nacht eines Schuehs
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tief worden. Heüt führte mann vnß
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auch etwas Weins zu auß dem Spicher,
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von welchem iüngst auf Eÿnsidlen1 geführt
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worden: welchen wir mit grosßer Mühe
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in den Fuhrfäsßlenena in vnßeren Keller
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gelegt. Der Neüwe Kirchen-
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Pfleger Weÿbel Traber ist heüt mit
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Stabhalteren Hanß Bach auch ankommen,
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mit etwas zweÿfel von den ihme vom
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alten Pfleger eingewisenen Restanzen,
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die ich ihme erläuteret, vnnd also ihne
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wohl getröstet von mir erlasßen.
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Die Nacht folgte still, doch ist noch etwas
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weniges Ziser-Schnee gefallen, vnnd
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kalt worden etc.
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Den 18. Merz. Ist wider ein feiner Tag
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worden, vnnd zimmlich warm, also daß
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der Schnee aller Ohrten gegen der Sonnen
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wider

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
1 Die Benediktinerabtei Einsiedeln liegt in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Kanton Schwyz. Sie wurde 934 gegründet und förderte 1602 die Gründung der Schweizerischen Benediktinerkongregation.Bibliografie