Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

12. März 1698 · Seite 262v · Scan 550
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[268r] 1698
Zeilen 5–6
Dominus Ryeplin revertitur ad sua.
(lat) Herr Rüpplin kehrt nach Hause zurück.
Zeilen 9–11
Galli Hug citatio ad iudicem in Tobel differtur.
(lat) Die Vorladung von Gallus Hug vor den Richter in Tobel wird aufgeschoben.
Zeilen 15–17
Pater Œconomus in Sonnenberg mittit oviculam.
(lat) Pater Statthalter von Sonnenberg schickt ein Lamm.
Zeilen 25–27
Clittellarii 2.do Vinum ex Eschenz in Eremum vehunt.
(lat) Die Säumer führen zum zweiten mal Wein aus Eschenz ins Kloster.

Transkription

Martius
1
meinte wider dahin zukommen: Allein
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wir fanden dermahlen kein Möglichkeit,
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vnnd weissten sie deretwegen wider zur
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Gedult. Herr OberVogt reisste dar-
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über wider nacher hauß. Ich schikte
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heüt wider ein botten auf Afeltrangen,
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vnnd liesß dem Galli Hug verdeüten, pera
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Adam Gubler, daß dermahlen Herr Ober-
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vogt Rÿeplin vor Gricht zu Tobel
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sich nit stellen werde, vmb die Action
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wider ihnen Galli Hug zuführen wegen
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seiner Ceziker Lehen-Güeter, weilen
13
er dermahlen wichtige Gescheft zu Frauen-
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feld hette, welche ihnen nit reisen
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liesßen. Der bott kam nechsten
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tags Abends wider zuruk brachte mir
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ein Lammeren, so Herr Pater Statthalter zu
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Sonnenberg mir verehrt etc. Dar-
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umben ihme Gott lohne. Daß
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Wetter ist heüt vnbeständig gewesen,
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doch nach Mittag wider fein etc.
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Den 12. Martii. Lag ein sehr diker Nebel
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am Morgen, bis gegen 10 Vhren, da
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er sich aufgezogen, vnnd bis auf
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den Abend hellen himmel gelasßen.
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Vnßer Seümer seÿnd heüt wider
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ankommen auf Eschenz, Wein zuladen,
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haben 97 gefasßet, vnnd warenb deß
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wider abgefahren. Sie vberbrachten
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mir

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.