Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

24. Februar 1698 · Seite 252r · Scan 529
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[252r] 1698
Zeilen 12–14
Ioannes Freÿ stramen expitit, sed non impetrat.
(lat) Hans Frey bittet um Stroh, aber er erreicht nichts.
Zeilen 18–20
Urgetur ad faciendam solutionem Domino Præfecto.
(lat) Er wird aufgefordert, seine Schulden beim Herrn Landvogt zu begleichen.

Transkription

Februarius
1
Nacht durch stark geweßen) vnnd
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erschröklich kalt. Möchte endtlich
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Schnee-Staub aufiagen, daß darvon
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das Erdtrich erweisßet. Vnnd weilen
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der Luft auf die Nacht etwas stiller
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worden, fieng es an zimmlich wohl zu-
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schneÿen. In der Nacht wähete
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der Wind widerumb, vnnd warf Schnee,
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so daß wir
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Den 24. Februarii. Am Morgen ein zimlichen Schnee
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angetrofen, aber nit so kalt, als gest-
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ert. Hanß Freÿ Felimann ist
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heüt nach Mittag kommen, vermeinend,
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ich sollte ihme ettliche Burdi Strauw ge-
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ben. Ich könte ihme nit willfahren,
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weilen heüriges jahr der Zehendten
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gar stark eingeschrenkt geweßen.
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Weisste also ihnen wider ab etc. Hinwider
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sprache ich ihme ernstlich zu, daß er
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wegen seines Sohns Hylari gegen
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Herrn Landtvogt ein richtigkeit mache:
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anderst werde Herr Landtvogt daß
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Müeterlich verfallene Gut wüsßena
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er aber zeigen müesßen: worvon anders
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nichts zugewarten, alß daß er in seinen
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alten Tagen müesste Vergantet werden.
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Eß gieng dem gueten alten Vatter sehr
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zu herzen, vnnd wüsste er eben nit weder
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auß noch an. Allein ich fand kein Mittel.
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Krämer

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.