Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

23. Februar 1698 · Seite 251r · Scan 527
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Zeile 1
[251r] 1698
Marginalie
Frigus.
(lat) Kälte.
Zeilen 15–17
Moniales ex Gruenenberg apud nos pernoctant.
(lat) Klosterfrauen aus Grünenberg übernachten bei uns.
Zeile 25
Frigus.
(lat) Kälte.
Zeilen 30–31
Pater Marianus in Kalcheren concionatur.
(lat) Pater Marianus predigt in Kalchrain.

Transkription

Februarius.
1
mit vnß zu Mittag gespißen etc. Gegen
2
3 Vhren aber wider heim gekehrt etc.
3
Auch Herr Pater Marian ist dißen Abend, aber
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erst gegen 8 Vhren von Constanz wider
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heimkommen. Hatt grosße Kelte auß-
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gestanden, dann der Oberluft wähete be-
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ständig, obwohlen nit stark, doch sehr
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kalt.
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Den 22. Februarii. Ist am Morgen der Himmel wider
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Spiegel hell, vnnd sehr kalt geweßen,
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absonderlich als der Ober Wind sich in
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etwas gewendt, ein zimmlich starken
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Nord- vnnd kalter Wind vber den Schiner-
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berg angestosßen: worvon der Himmel
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alligklich verdekt worden. Auf
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den Abend seÿnd Schwöster Magdalena
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18
enberg ankommen: haben hier vber-
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nachtet, vnnd nechsten Tags nach Mittag
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vmb 1 Vhren auf Gintelhart ihr Reiß
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genommen etc. Der kalte Ober-
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Wind wahete ohne vnderlasß, vnnd
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zwar zimmlich stark, vnnd verkaltete
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alle Stuben etc.
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Den 23. Februarii. Nach kalter Nordwindiger
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Nacht, folgte ein sehr kalter Tag,
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mit beständiger Wähung gesagten
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Lufts, bis in die Nacht: darzu war
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der Himmel ganz bedekt, vnnd liesße die
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Sonne sich nit sehen. Herr Pater Marian
31
gieng ohneracht dißer Kälte am Morgen
32
nach 7

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