Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

18. Januar 1698 · Seite 233v · Scan 492
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[233v] 1698
Zeilen 4–8
Pedissequus pænitens ob renunciatum suum famulitium, laborat pro eo retinendo.
(lat) Ein Diener, den es reute, dass er den Dienst gekündigt hatte, strengt sich an, um diesen zurückzuerhalten.
Zeilen 31–32
Ligna pro horto afferuntur.
(lat) Holz für den Garten wird herbeigeführt.

Transkription

Ianuarius.
1
haben wurde. Entlasste ihnen also
2
von mir. Vnßer diener oder
3
Laggeÿ hatte vor vngefahr 14
4
Tag oder 3 Wochen mir sein dienst
5
aufkündt: wesßwegen ich einen anderen
6
von Fischingen gedinget, vnnd mit
7
ihme vor ettlichen Tagen vmb den Lohn
8
abkommen, er auch versprochen, auf
9
LiechtMesß sich vnfehlbarlich ein-
10
zustellen. Vnder desßen ist Bürgi in
11
Reüwen gefallen, da sonderlich er ver-
12
spühren müsßen, daß er anderwerts
13
nit leichtlich so guten dienst finden
14
wurde, vnnd sich befragter von and-
15
eren angemeldt, den dienst ferner
16
versehen zulasßen. Darüber ich ihme
17
geantwortet, daß mein Parola dem
18
Fischinger nit könne zuruk nemmen: im
19
fahl er ihne bereden möge, daß er
20
spontè ihme cediere, wolle ich mit ihme
21
ferner noch gern Gedult haben.
22
Daß machte dem Bürgi solchen Muth,
23
daß er vneracht des sehr kalten
24
BÿßWinds heüt nach Mittag ab- vnnd
25
auf Fischingen gangen, mit gesagtem
26
Knaben zureden. Waß nunn aber er
27
außrichten werde, stehet zu er-
28
warten. Den Tag hab ich
29
die eÿchene Garten-Scheÿren, so Meister
30
Conrad Zuber der Schreiner zu Œningen
31
an daß Gestad mir liferen lasßen,
32
den

Anmerkungen

Keine Anmerkungen auf dieser Seite.