Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

1. Januar 1698 · Seite 227r · Scan 479
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Marginalie
[227r]
Zeilen 7–10
Eschenziis pro more in xenium dati duo Eymeri Vini.
(lat) Den Eschenzern werden gemäss Brauch zwei Eimer Wein geschenkt.
Zeilen 15–17
Etiam novus caupo suum honorarium solvit gratis.
(lat) Auch der neue Wirt bezahlt freiwillig sein Einstandsgeschenk.

Transkription

Annus 1698.
Ianuarius.
1
Den 1. Tag Ianuarii. Hatten wir timmeren Luft,
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ein wenig weisßes Erdtrich, bedekten
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Himmel, vnnd begunntea der beiß
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Wind nach vnnd nach sterker zublaßen,
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vnnd war gegen der Nacht zimmlich kreft-
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ig vnnd kalt. Den Eschenzeren
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Gemeinds-Leüten liesß ich heüt, ver-
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sprochener masßen, auß dem Spicher
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Keller 2 Eymer 97.er Wein zu einem
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Ehrentrunk geben, schikte auch dahin
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zwen von vnßeren Knechten, nemlich
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welche gewohneter masßen Gast ge-
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weßen. Vnßer neüwe Wyhrt
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gab auch seinen Einstand, zweÿ Eÿ-
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mer Wein, vnnd brodt von 2 Viertel
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Kernen: ich liesß aber der Gemeind ver-
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deüten, daß ich solches geschehen lasße,
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weilen erb Wyhrt dißes gut- vnnd freÿ-
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willig thun wollen: sonsten weilen
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ihne die herrschaft eingesezt, were
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er nichts schuldig; soll hiermit dißere
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Einzug nit für ein Schuldigkeit, sonder
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lauteren guten vngezwungenen Willen
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erkennt werden, vnnd der herrschaft
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in keinerlei Weeg nachtheilig seÿn,
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auch zu einiger Consequenz nit mögen
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gezogen werden. Etc. Welches die
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Verständigere ganz wohl angenommen,
30
andere

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.