Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

18. Dezember 1697 · Seite 221v · Scan 466
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Zeile 1
[221v] 1697
Zeilen 9–11
Ioannes Zuber monetur de non cibando hospites.
(lat) Hans Zuber wird ermahnt, keine Gäste zu bewirten.

Transkription

December.
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vnvergolten gelasßen etc: so vnnötig
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hier zuerzellen. Den Tag hab
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ich in der Oberen Mülli selbe Frücht ange-
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fangen tröschen zulasßen. War ganz
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wenig.
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Den 17. Decembris. Ist ein sehr kalter Morgen
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vnnd ganzer Tag geweßen, meistes
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ganz hell. Ich rechnete heüt
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mit Meister Hanß Zuberlin, vnnd sprach
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ihme ernstlich zu, in seinem eigenen
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Hauß weder zu speißen, noch zube-
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herbergen: anderst warde er mit
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ernstlicher Straf angesehen werden.
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Er verwunderte sich sehr, das solche
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Sachen von ihme außgegeben wurden,
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schölmete vnnd diebete die Erdichter,
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daß ich mit ihme desßetwegen nichts
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anfangen können, vnnd bÿ dem ver-
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bleiben lasßen, das er sich behuetsamb
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halten, vnnd ganz weder beherbergen
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noch speißen solle etc. (Gegen
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dem Abend milterte die Kälte, vnnd
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fieng ein nit kalter Luft an zuwähen).
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Er war sonsten nit wohl gefreüwet,
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daß er das Wyrtshauß quittieren
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müesßen, vnnd prognosticierte dem
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iezigen Wyhrten wenig guetes etc. Gott
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aber der Gnädigste Vatter wirdt etwann
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ihme auch beholfen seÿn etc.
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Den 18. Decembris. Ist wenig milter Wetter gewesen
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als gestert, vnnd scheinte den ganzen
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Morgen: legte sich aber ganz luftig vnnd
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wie zarte Federlin etc. Gegen Mittag hörte
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es

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