Transkription
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Den 7. Decembris. War der Morgen wider ge-
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neblet, sehr kalt, meistes heller himmel.
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Vnder Tagen Neblig, vnnd milt bis auf
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den Abend. Ich gieng heüt mit Herrn Patri
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des Prædicanten zu Gachnang Schreiben,
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darinn er neüwlich sich mächtig be-
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klagt, daß er von Herrn Pfarrer Rengger
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im Werd vmb seine schon alte Schult
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nit möchte bezahlt werden. Er
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nam alles willig an, wüsste aber nit
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zubezahlen. Endltich ware sein Resolu-
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tion, daß bis Liechtmesß er auf Mittel
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trachten wolle, wie in etwas zu ant-
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worten etc. So ich vbernommen, den
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Prædicanten zu Gachnang wider zube-
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richten. Ich ordnete den Tag wider
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alles Korn, Saurkraut, Erbs vnnd
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Koch-Gersten, in daß Schif, damit es
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auf Mornderigen Tag nacher Eÿn-
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Den 8. Decembris. Fieng am Morgen ein nit kalter
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Luft an zu wähen, worab der Schnee
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stark geschulzen, vnnd ganz vnlustig
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Wetter, auch ganz vnreisbar worden.
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Währete bis in die Nacht, vnnd brause-
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te der Wind immer vnnd immer stärker etc.
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Den Tag schikte ich bÿ Occasion der Fuhr, da
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der Kernen, Sauerkraut, Koch-Gersten
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vnnd Erbsen nacher Zürrich von hinnen ge-
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führt.