Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

9. Oktober 1697 · Seite 176v · Scan 374
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[176v] 1697
Zeilen 10–11
Vindæmia in Freudenfels brevis.
(lat) Die Weinlese in Freudenfels ist kurz.
Zeilen 26–28
Pater Œconomus visitat torcularia in Eschenz.
(lat) Pater Statthalter besichtigt Weinpressen in Eschenz.

Transkription

October.
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vermeint, nit so vill schuldig zu seÿn,
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endtlich aber dahin mich erklärt, daß
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er bÿ erster Gelegenheit nacher Freüwd-
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enfels kommen, sein Meÿnung vor Herrn
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Patri Mariano darbringen, vnnd abrechnen
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solle. etc. Bin also fort geritten,
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vnnd vmb 4 Vhren hier wider glüklich
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ankommen, als eben vnßere Wimmler
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in der Vechtnauw das lezte abwimmleten:
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vnnd weilen sie mir geklagt, das kein
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Pferdt vorhanden, die Trauben einzuführ-
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en, hab ich befohlen, das Reit Pferdt,
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so ich mit mir gehabt, in Gottes Namen
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einzuspannen, vnnd die Trauben vnder
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daß Tach zubringen: so auch geschehen.
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Der Abend ist still geweßen, aber
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treüwete Reegen.
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Den 9a. Octobris. Ist trüeber Morgen gewesen,
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iedoch blikte mithin die Sonne hervor.
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Vnßer Reebmann fieng heüt an zu-
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truken etc. Gab respectivè ehrlich auß,
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dann die Trauben seÿnd meiste gar wohl
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zeitig geweßen. Nach Mittag weil-
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en jahr-Markt war, giengen die
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meiste von vnßerem hauß zu Markt
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nacher Stein. Ich gieng in alle
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Eschenzer Torkel, vmb zusehen, wie selb-
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ige bestellt, hatte mit mir den Weÿbel,
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den ich in der Oberen Mülli angetrofen,
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da er eben sein Wein-Truk abgeferget etc.
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Fande mithin zimmlich vill zu truken,
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vnnd

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung: "1" durch "9" ersetzt.