Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

23. September 1697 · Seite 166v · Scan 354
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[166v] 1697
Zeilen 9–10
Infirmus per chyrurgos visitatur.
(lat) Ein Kranker wird von Ärzten besucht.
Zeilen 18–19
Eius medicus improbatur.
(lat) Sein Arzt wird mit Vorwürfen konfrontiert.
Zeilen 26–27
Hic se defendit acriter.
(lat) Dieser verteidigt sich energisch.

Transkription

September.
1
hand haben, widera zumb Rechten beholfen
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seÿn wolte. Ich könte es nit ab-
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schlagen, gab ihme einen schriftlichen befelch
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an den Weÿbel, den er gegen dem Brodtbek
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außrichten, vnnd dem Verlangen gesagten
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Herrn Pfarrers gemeß vollführen solle.
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Mit disem gieng Herr Pfarrer auf Eschenz,
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dahin endtlich die bestellte balbierer, als
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von Stein auf den Abend erschinen, vnnd
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gieng er vnnd seÿe zu gesagtem Brodt-
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bek, erforderten den Patienten visitier-
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en zulasßen: desßen der Brodtbek nach
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langem Zureden zufriden worden: visitierten
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den Schaden, vnnd schliessten, das es ein ganz
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schwärer Zustand, vnnd died Mittel, welche
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Brodtbek dahin anwende, meistes vn-
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tauglich, vnnd vill mehr schedlich waren.
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Weil nunn der Patient die Meÿnung ver-
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nommen, vnnd desßetwegen, auch sonstiger
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anderer Plag wegen, die ihme vnerträg-
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lich zuseÿn er mehrmahlen gesagt, sich wider
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nacher Hauß zu entlasßen begehrt,
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hatt Brodtbek es ganz vnnd gar nit ge-
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statten wollen, es were dann zu vor er
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vmb alle seine Mühe Tisch-Gelt etc. vnnd
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anders bezahlt. Mann antwortete
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ihme, daß er aller Ohrten ein gute Ober-
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keit anzutrefen habe, vnnd so er etwas
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billicher masßen zuforderen, es ihme werden
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müsße.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Manuskriptschaden.
c Unsichere Lesung.
d Manuskriptschaden.