Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

28. August 1697 · Seite 151v · Scan 322
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[151v] 1697 Messis avenæ in Pfiner Stych.
(lat) Haferernte in Pfiner-Stich.
Zeilen 22–24
Festo S. Augustini nemo nostrorum in Oeningen abiit.
(lat) Am Fest des heiligen Augustinus geht niemand von uns nach Öhningen.

Transkription

Augustus.
1
eingesamblet werden. Wir schneideten
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heüt den Pfiner-Stich, so mit Haber daß
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andere mahl angeblüembt geweßen,
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hatten aber nichts einzuführen. Selbigen
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Aker haben vnderschidlich Vÿch, sonderbar die
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Clingenzeller Schaaf vbel zugerichtet, so
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daß der Schaden weniger nit, dann ein Malter
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an Haber zu achten: vnnd die Schnitter wen-
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igist vmb ein ganze Juchert verhind-
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eret worden, das sie desto lenger schneid-
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en müsßen. In Gottes Namen. Auf
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den Abend ist der Vöhn (so iezt ein Tag vnnd
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2 Nacht zimmlich gestrichen) durch den
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Vnder Wind vertriben, vnnd ein trüeber
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Himmel worden, welcher in der Nacht stark
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gesauset, vnnd zimmlich Wasßer ausßge-
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gosßen.
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Den 28. Augusti. Festo S. Augustini war
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der Morgen trüeb, vnnd gegen halber 7 Vhren
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ist der Sturm-VnderWind sehr heftig gewesen,
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darauf auch zimmlicher Reegen gefolget. So
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Vrsach gewesen, das niemand von vnserem
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Hauß auf Œningen1 gangen, das Fest helf-
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en zubegehen, wie sonsten ich willens ware.
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Der Wind hatt aller Ohrten ohnsäglich vill
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Obs abgeworfen, dann er sehr stark getoben:
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hatt aber nach Mittag den Himmel meistes
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hell gemacht, der auch bis in die Nacht also
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gebliben.
30
Den 29.

Anmerkungen

1 Das 1155 erstmals erwähnte und zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgehobene Augustiner Chorherrenstift Öhningen lag in der gleichnamigen Gemeinde im heutigen Bundesland Baden-Württemberg (Deutschland).Bibliografie