Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

24. Juli 1697 · Seite 135r · Scan 289
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[135r] 1697
Zeilen 4–5
Contrahitur, cum reserva tamen.
(lat) Es wird ein provisorischer Vertrag abgeschlossen.
Zeilen 11–12
Ferina missa Patri Œconomo Sonnenbergensi.
(lat) Dem Pater Statthalter von Sonnenberg wird Wildbret geschickt.
Zeilen 14–17
Decimantes Ezwilani quærentur destructionem segetum à grandine.
(lat) Die Zehntleute von Ezwilen klagen, dass der Hagel die Saat zerstört habe.
Zeile 19
Petunt revisionem.
(lat) Sie fordern eine neue Einschätzung.

Transkription

Iulius.
1
Adam Lüti dem Schürli Bauren von Son-
2
nenberg, vnnd tractierten mit mir
3
vmb daß Verding vnßrer hiesige Güter
4
zuarbeiten. Wir machten ein Vorschlag
5
gegen ein anderen, vnnd wolten aber von
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beiden Theilen kein beschlosßene Hand
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haben, sonder schiebten es auf zu weiterer
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beiderseits vberlegung, vnnd giengen
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sie heüt nach 4 Vhren wider heim. Ich
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schikte by diser Occasion dem Herrn Statt-
11
halteren zu Sonnenberg ein vorderen
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Lauf von dem iüngst gefangenen
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Rechlin, vnnd recommendierte mich dar-
14
mit. Wenig zu vor
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erscheinten vnßere Zehendt-Leüt in
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vnderern Grichten, sich sehr beklagend
17
wie daß der gestrige Hagel zu Etz-
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wÿlen vbel gehauset, bitteten, ich in
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Persohn mich dahin verfüegen, vnnd
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daß Ellend in daß Aug nemmen wolte.
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Ich verwunderte mich desßen nit wenig,
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dann weilen mann mir gester sagen
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wollen, daß das Vnglük vnßere Seiten
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so vill nit berührt, bildete ich mir ein,
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sie suechten nur sonsten ein Außflucht.
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Als aber sie es ernstlich brichteten, müsste
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ich es glauben, vnnd sagte, weil dann
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es also seÿe, wolle ich laut der Zehendt-
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Ordnung die jenige wider schiken den
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Schaden zubesichtigen, welche den Zehendten
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Anfänglich beschauwet. Vnnd weilen
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dann

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