Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

24. Juli 1697 · Seite 132v · Scan 284
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Zeile 1
[132v] 1697
Zeilen 7–10
Decimantes in Ezwilen quaeruntur tenuitatem fructuum.
(lat) Die Zehntleute von Ezwilen klagen über die Kargheit der Getreideernte.

Transkription

Iulius
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ihme ein Pferdt von dorten mit all-
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hero gebracht. Vnnd war heüt
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ein edler Tag, bis in die Nacht.
4
Den 24. Iulii. Ist wider ein gleich edler
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Tag geweßen, vnnd war männig-
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klich im Schnitt embsig. Gegen
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8 Vhren erscheinten vor mir vnßere
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Zehendt-Leüt in vnderen Grichten, sich
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sehr beklagend (waren Meister Heinrich
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Keller der Müller zu Kaltenbach, vnnd
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Vrech Gartenmann) wie daß ihne
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Mitintresßierte von ihnen gestanden,
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auß vrsachen, daß die Frucht im Veld
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von ettlichen Tagen sich ganz merklich ge-
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böseret, wesßwegen sie erachten, in der
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angedingten summa der 98 Malter nit be-
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stehen, sonder grosßen Schaden leiden müssten.
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Petten hirmit, ich sie auch eintweders
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des Versprechens entlasßen, oder aber ihnen
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sonsten einrathen wolte, wie entdtlich dem
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Handel zuthun: vnnd wann ich ihnen
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den Zehendten sonsten einzuführen ver-
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trauwen wolte, wollen sie mir ehrlich
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vmb ein geringes Lohnlin darumb
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bedient seÿn. Ich ant-
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wortete, daß weder sie, noch ihre mit
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interessierte des Zehendtes halben er-
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lasße, sonder was wir ehrlich vnnd ofen-
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lich abgehandlet, müsßen sie mir halten,
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vnnd

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