Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

13. Juli 1697 · Seite 126r · Scan 271
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[126r] 1697
Zeilen 19–22
Agrorum fertilitas media esse nunciatur ab iis, qui eos lustrarunt.
(lat) Die Personen, die die Äcker besichtigt haben, melden, dass die Fruchtbarkeit der Äcker mittelmässig ist.

Transkription

Iulius
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so vnß bewegt, die besichtigung des Ze-
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hendtes dißen Abend einzustellen, vnnd
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wider heimzureiten. Vbrigen Tag ver-
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bleibten wir bÿ Hauß etc. Auf die
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Nacht continuierte der Luft vnnd Reegen,
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wie gemeldt. Wesßwegen andere für
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allena Für-Sorg bestellt, welche den zehendten
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visitieren, vnnd vnß von allem gründtlich
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berichten sollten, vnßere nothwendige Re-
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flexion darüber machen zukönnen.
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Den 13. Iulii. Ist der ganze Tag sehr vnbe-
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ständig Wetter gewesen, vnnd wechsle-
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te Regen, vnnd Sonnen-Schein oder sonst
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trüeb Wetter immer ab bis in die Nacht,
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da es still vnnd finster geweßen, den
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ganzen Tag mithin auch starken Anstosß
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vom Wind. Wie gestert gemeldt,
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Traber vnnd Caspar Weÿbel den Zehendten
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in vnderen Grichten zubesichtigen, welche
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vnß zuruk gebracht, daß das meiste
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Veld von WinterFrucht dünn, von
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Sommer-bFrucht schön vnnd lustig, also ein
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mittelmäsßig jahr von Früchten were.
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Vermeinten auch, wir werden mit 90
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Stuk erlößen. Welches in einer so grossen,
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vnnd zwar diser Ohrten grösten zelg vnß
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sehr wenig bedunkt. Wir wollen
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Morgen die Endschaft erfahren. Ich
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reitete am Morgen vmb 6 Vhren auf

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "Winter" durch "Sommer-" ersetzt.
1 Die 1331 erstmals erwähnte und 1848 aufgehobene Zisterzienserinnenabtei Kalchrain lag in der Gemeinde Hüttwilen im heutigen Kanton Thurgau.Bibliografie