Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

21. Juni 1697 · Seite 111v · Scan 242
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[111v] 1697 Pueri eius recastigantur.
(lat) Seine Buben werden bestraft.
Zeilen 22–23
Fæni secium in Langwisen.
(lat) Das Heu auf der Langwiese wird gemäht.

Transkription

Iunius
1
sich vereinbahret, vnnd dem Hanß
2
Freÿen für das verseüfte Rosß
3
30 Gulden anerbotten: so er endtlich ein-
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gangen. Ich befahl dem Weybel,
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daß er alle 3 bueben künftigen
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Sonntag vor dem Gottsdienst in die
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Geigen spannen, vnnd dann ieden
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seinen Elteren zustellen, diße aber dieselben
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ernstlich züchtigen sollen, das sie ins
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künftig ein Forcht haben, solchen
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mithwillen zuverüeben.
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Den 21. Iunii. Erzeigte sich der Himmel
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trüeb; weilen aber der Oberluft etwas
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wähete, verhofte mann bald wider
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heiteren Himmel: vnnd streitete also
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daß Wetter bis nach Mittag, da es gegen
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4 Vhren angefangen trüeber zuwerden:
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vnnd fieng ein stark brausender
19
Vnderluft an das Gewülk ernstlich
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fortzuiagen: vona welchem Tonderwetter,
21
vnnd ein guter Reegen gefolget:
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Continuierte darauf bis in die Nacht.
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Wir hatten heüt vnßere Langwiß
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durch 4 Mäder abmähen lasßen, in
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hofnung eines guten Wetters, aber wir
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befanden vnß vbel betrogen. Vnnd
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war auf den Abend von dem Vnder Wind
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sehr kalt etc. Vnnd ein finstere
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nasße vnnd vnrüehwige
30
Nacht.b

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "Nacht etc." durch "vnnd vnrüehwige Nacht." ersetzt.