Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

11. November 1697 · Seite 105v · Scan 230
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[105v] 1697
Zeilen 9–12
Windhusen pecunias paratas non desiderat, nisi ad Sancti Martini.
(lat) Die Leute von Windhausen wünschen das bereitgestellte Geld erst auf St. Martini zu erhalten.
Zeilen 25–26
Transgressiones iis exprobrantur.
(lat) Ihnen werden Übertretungen vorgeworfen.

Transkription

Iunius.
1
Der Abend hatte etwas zerstreüwtes Ge-
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wülk, war still etc.
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Den 11. Iunii. Ist wider ein edler vnnd ganz schöner
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Tag geweßen, meistes hell bis in die Nacht.
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Eß seÿnd gestrigen Abend Herr Pater Marian
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2 baßen von Cell ankommen, ihne zube-
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suechen: Sie seÿnd heüt gegen 8 Vhren
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von hier wider auf Cell gangen. Ich
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redte heüt mit Johannes Weber von Wind-
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11
Ihre Fürstlich Gnaden ihren ein gut Stuk Gelt
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vor Martini wollten erlegen lasßen an
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die an ihr Gottshauß gezogene Mülle,
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verhoften Sie, in dem Preÿß in etwas
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abgestigen solle werden. Sie wolten
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nit vill darvon hören, vnnd sagten, daß
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die Mueter zu Windhaußen dermahlen
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kein Gelt verlange, vnnd werde ihren
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auf Martini frühe genug seÿn: habe
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auch deretwegen dahin gemarktet, vnnd
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werde darbÿ sein Verbleiben haben.
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Ich könnte nit darwider: doch sagte ich,
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ich müesße halt diß leiden: Allein werde
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mann hernach in anderen Sachen auch
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etwas ernstlicher seÿn etc. Ich
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haltete ihnen vor, daß sie die Ofnung
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den Kirchen-a oder Gemeind Ruef zuthun,
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auch vber Vorwerierenb, vbertretten:
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2.o den sit venia Tung wider heiters ver-
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mahnen, gleichsamb zum Traz, alle
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ab-

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.