Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

10. Juni 1697 · Seite 105r · Scan 229
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[105r] 1697
Zeilen 17–19
Lanii Eschenzius et Steinius controversi componuntur.
(lat) Ein Streit zwischen einem Eschenzer und einem Steiner Metzger wird geschlichtet.

Transkription

Iunius.
1
sein Pferdt auf der Weÿd, da es gefesßlet
2
geweÿdet (vmb daß es nit könte vber
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den Hag springen) muthwilliger Weiß
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in daß Wasßer gesprengt, mit Steinen
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darnach geworfen, bis es endtlich vnder
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daß Wasßer kommen, vnnd ertrunken.
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Weil nunn diß ihme ein herber vnnd
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grosßer Schaden seÿe, pette er vmb
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Rath, wie er sich zuverhalten. Mir
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war der Vnfahl innigklich leid, weisste
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ihnena zu dem Weybel, mit demme er
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zu derselben bueben Elteren kehren,
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vnnd reparation gütlich begehren solle. Wann
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nunn sie willig mit ihme die Gebühr
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machten, seÿe es gut: Wo aber nit, soll
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dann geschehen, was recht ist. Eß
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ist bald auch Herr Caspar Ezwiler auß
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der Statt mit seinem bruder, so ein Mezger,
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erschinen, welcher dem Meister Hanß Zuber
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vnßerem Mezger ein erkauftes Kalb
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auß des Hanß Bantlins1 Stahl entführt,
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wesßwegen Hanß Zuber sich des Schadens
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erklagt, etc. Endtlich seÿnd sie mit
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ein anderen vmb ein halben Thaler vber
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eins kommen. Weilen aber der Oberkeit
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vmb solchen Fräfel xxxb ein busß
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gefallen, stellte ich es an ihr Discretion,
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vnnd entlasste also sie. Sonsten
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seÿnd dißen Morgen ettliche Parthÿen
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erschinen, welche mir nit wenig Arbeit
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gemacht, vnnd zimmlich vertriesßlich
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geweßen etc.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Streichung durch Autor. Nicht lesbar.
1 Zuweisung unsicher, da Hans Bantli bereits 1693 verstorben war.