Transkription
1
liebt, also das sie nit vill mehr zu einem
2
Reüschlin erforderet.
3
Den 16. Maii. Ist wider etwas Morgenroth
4
geweßen, aber den Tagena Tag meistes
5
warmer Sonnen-Schein, welchen der Ober-
6
luft in etwas temperiert, der, sonderlich
7
nach Mittag zimmlich ernstlich gewähet.
8
9
vnnd kehrte zum Mittag-Esßen wider all-
10
hero: Ich gieng nacher Eschenz, wohnete
11
dem Gottsdienst, vnnd der Procession vmb
12
dem Esch bÿ, die erst vmb halber 11 Vhren
13
fertig geweßen: Also daß ich eben vmb
14
11 Vhren wider heim kommen. Nach Mittag
15
kamen des Herrn Pfarrers zu Gintelhart beide
16
Jungfrauen Schwösteren, mit der Haußhalterin
17
zu Clingenzell, dennen ich vnßer haushalt-
18
erin zugegeben, vnnd ihnen zusprechen
19
lasßen. Ich verdingte dem Meister
20
Hanß Heinrich Haller ettliche Stuk hölzer
21
zufellen vnnd außzuasten, vnnd ver-
22
meinte also allgemach dem ellenden
23
Gebeüw vnßers Schopfs vnnd Torkels
24
den Anfang zumachen. Er gab mir we-
25
gen der Rinden auf ieden Stok dännin
26
Holz ein Batzen. Ich befahle auch
27
vnßerem Weybel zu busßen-Gricht
28
zukünden auf künftigen Sambstag etc.
29
wolte lieber etwas anders, als diß vor-
30
nemmen. Der Abend ziehete
31
sich wider auf gut warm vnnd schön
32
Wetter, hatte vberal verstreüwtes Ge-
33
wülk.
34
Den 17.