Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

14. Mai 1697 · Seite 85r · Scan 189
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Zeile 1
[085r] 1697
Zeilen 7–10
Dominus Œconomus in Clingenberg pro tondendi ovibus auxilium mittit.
(lat) Herr Statthalter von Clingenberg schickt eine Hilfe für die Schafschur.
Zeilen 26–27
Processio Eschenzium in Schynen.
(lat) Prozession der Eschenzer nach Schynen.

Transkription

Maius
1
vnnd darüber Weinkauf machen: begehren
2
aber niemanden in seinen Rechten einigen
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Eintrag zuthuen, vnnd so dann iemand
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den Kauf ziehen wolle, wollen sie nit
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widerig seÿn. Wormit sie von mir
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abgescheiden. Den Tag schikte
7
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Frauw zu, den neüwlich zu Herderen
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für Schafrat erkauften Schäflenen
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die Wulle abzuschären, die ich dahin geschikt,
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vnnd ihren, als sie auf den Abend wider
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allhero kommen, 5 Batzen für ihren Taglohn
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vber die Speiß vnnd Trank geben. Allein
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musß iezt die Wull annoch gewaschen
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werden. Die Schärerin ist heüt wider
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heimgekehrt. Der Abend
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ist, wie gestert, ganz lieblich gewesen.
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Den 14. Maii. Ist ein wenige Morgen-
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röthe gewesen, vndn wähete gegen
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7 Vhren der Vnderluft zimmlich stark, vnnd
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etwas warms, bis vmb 5 Vhren
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Abends: diser Stiesß gegen 3 Vhren,
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vnnd darnach ein starkes Gewülk
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auf, so das wir von weitem etwas
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tonderisches brummlen gehört, vnnd zart-
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en Reegen gesehen. Ich wolte
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den Tag wegen der gewohneten Procession
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mit den Eschenzeren auf Schÿnen wahl-
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farten, weilen aber bÿ gewohneter Procession-
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zeit die Hiz gar ernstlich, vnnd mir
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nit

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