Transkription
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aber, weilen diß Diarium einzig für hiesiges
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Ohrt angesehen, hierinn zuverzeichnen
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vnderlasße.
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Den 6. Maii. Ist ein ganz trüeber, auch zimm-
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lich vngestümmer, von Reegen abwechß-
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lender Morgen vnnd Tag geweßen,
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so bis vmb 10 Vhren ohngefahr sich verzogen.
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Hernach streichte der Oberwind, vnnd machte
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meistes hellen Himmel. Herr Pater Dietland
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dorten den Herrn Doctor Wepfer anzutrefen;
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vndn vermeinte anfänglich zu Pferdt
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zuseÿn: Nach demme aber daß Wetter noch
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zweifelhaft geweßen, resolvierte er
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sich nach Schafhaußen im Schiffa zufahren,
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vnnd von dar auf Reinauw zu-
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spazieren. Schikte deretwegen an
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Meßmer Johannes Diener, denn
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er zu solchemb intento angestellt, vnnd
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war diser sein Fuhrmann vnnd Ge-
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leits Mann bis auf Reÿnauw; all-
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wo dieselbige herren auf mornderigen
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Tag sollten Aderlasßen, vnnd Herr Doctor
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Wepfer sich auch einfinden. Der
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Abend ist lieblich geweßen, aber die Sonne
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ist in ein Sak gangen.
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Den 7. Maii. Stuend die Sonn nit heiter
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auf, sonder war meistes gewülkter
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Himmel. Hernach gegen 9 oder 10 Vhren
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ist er schön hell, vnnd ein ganz warmer
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Tag worden. Ich liesß mir heüt ein
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Aderen