Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

28. März 1697 · Seite 59v · Scan 136
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[059v] 1697
Zeilen 22–23
Vineae frigore destructae.
(lat) Die Reben sind durch den Frost eingegangen.

Transkription

Martius
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solches der Herr Landtvogt vnnd die
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herren Amptleüt empfinden,
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als wann mann ihnen etwas ent-
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ziehen wolte. Etc. Diße Entschuld-
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igung müsste ich gelten lasßen: wie
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kalt aber vnnd lauw dise seye, lasse
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ich den Lieben Leßern vrtheilen.
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Daß also glaube, siea haben ein weit
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anders bedenken darinn gehabt etc.
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Den 28. Martii. Fanden wir am Morgen
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alles Steinhart gefrohren, vnnd achte-
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ten vill, daß, wann der Reebstok
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bis dato noch nichts gelitten hette, hette
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dise gefröhrne, wegen vorgangenem
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nasßem wetter, demmselben ein namhaft-
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es vbel thuen können etc. Ist auch den
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ganzen Tag ein sehr kalter vnderluft
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zimmlich stark geweßen, daß, obwohlen
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die Sonne heiter geschinen, dannoch vast
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kein Wärme mögen verspührt werden.
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So in die Nacht hin continuiert. Ich
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gieng nach Mittag in die Vechtnauw,
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vnßeren Reebleüten dorten zuzusehen,
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fande, daß sie ernstlich geweßen:
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Alß aber ich von beschafenheit der Reeben
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gefragt, weiste mir der Reebmann,
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daß das meiste verfrohren, alles holz
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angelofen, vnnd selten ein grüenes
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Aug anzutrefen. Also ist, demb
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Menschen-Sinn nach, die Hofnung ein-
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es guten Herpsts schon hin. Gott
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erbarme sich vnßer etc.
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Den

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.