Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

1. März 1697 · Seite 45r · Scan 107
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[045r] 1697
Zeilen 4–9
Dominus Landammanus Rueplin suadet 3.am partem vecturæ in pace acceptare potius, quam ultra certare.
(lat) Der Herr Landammann rät eher dazu, den dritten Teil des Fuhrrechts zu akteptieren als weiter zu streiten.
Zeilen 22–24
Quaerit causam huius mentis Pater Oeconomus per litteras.
(lat) Pater Statthalter fragt per Brief nach den Gründen für diese Meinung.

Transkription

Martius.
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1. Martii. Ist der ganze Tag meistes hell, vnnd
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gantz milt geweßen, so das der Schnee
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merklich geschwinen, vnnd hatte hiermit
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diser Monat ein ganz lieblichen Eingang.
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Patri Dietlando schreibend, verdeütet, das, be-
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trefend die Sach der Salzfuhr mit Stein, er
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noch immerhin in seiner ersten Meÿnung,
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es wurde Freüwdenfels oder Eschenz weit
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besßer thuen, mittelst eines güetlichen
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Vergleichs den dritten Theil solcher Abfuhr
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ohne fernere vnkosten ihnen eigen zumach-
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en, als mit mehrere Weitleüfigkeit
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noch weit grösßeren vnkosten, vnnd nit
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minderer vngewüsßheit oder Gefahr die
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Sachen auf solche Extremitet kommen zulassen etc.
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Dann für Eschenz das Spihl die Kerzen
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nit wähet: da hingegen die andere auß
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Furchta bößerer Nachfolg ihr vermeintes
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Recht mit vsßerstem Vermögen zubehaupten
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suechen, vnnd von Zürrich vnderstüzt seÿn
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werden etc. Hab ich für gut erachtet,
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diserem Herrn Landtamman an desßetwegen
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zuzuschreiben, vnnd von ihme die Gründ
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diser seiner Meÿnung zuerbitten. Schreibte
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also heüt, weiste ihme auch kürzlich vns-
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ere Argumenta, pittend, mir hierinn
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einzurathen. Vbergab das Schreiben
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dem Benedict Diener, welcher wegen
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etwas ScheltRedens mornderigen Tag
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zu Frauwenfeld sich verantworten
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sollte. Ich erwarte die Antwort mit Ver-
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langen.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.