Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

14. Februar 1697 · Seite 28r · Scan 73
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[028r] 1697 Pater Œconomus Clingencellensis donat ferinam.
(lat) Pater Statthalter schenkt uns Wildbret.
Zeilen 16–20
Pater Œconomus cum Domino Rueplin in Wagenhusen vehuntur ad conferentiam cum Steiniis.
(lat) Pater Statthalter und Herr Rüeplin fahren nach Wagenhusen zur Unterredung mit den Steinern.

Transkription

Februarius.
1
zuthuen seÿn möchte. NachMitt-
2
ag vmba 4 Vhren schikte Herr Statthalter
3
von Clingenzell vnß ein Stüklin Wild-
4
präth von einem Hirschen, mit sagen,
5
weilen wir doch nit wollen bÿ ihme
6
zu Mittag speißen, sollen wir diß fleischlin
7
versuechen. Ich bedankte mich ein-
8
fältig, gab den 3 von dar kommenen
9
Knaben iedem ein guten Particul bimen-
10
zelten, vnnd dem Laggeÿen noch dar-
11
zu 3 Groschen etc. Auf den Abend
12
ist Herr FrüeMesßer von Mammern per Clin-
13
genzell (wo er zu Mittag gespißen) wider
14
heim kommen. Der Abend war allig-
15
klich still, vnnd zimmlich frisch.
16
Den 14. Februarii. Nach demme der Tag still, vnnd
17
nit sonders kalt eingegangen, liesßen
19
dem von Clingenzell entlehnten Schlittlin
20
nacher Wagenhaußen führen in demb Herren
21
zu Stein Schlösßlin dahin sie vnß zu ein-
22
er Fründtlichen vnderredung vnßers
23
schwebenden Schif-Streits invitiert hatten.
24
Wir kamen gegen oder etwas nach 8 Vhren
25
dorten glüklich an, fanden noch niemand
26
anheimsch, als einzig den Reebmann, der
27
vnß in die warme Stuben geführt, bis
28
die Herren von Stein (so im Schif kommen,
29
vnnd von vnß im höflin beneventiert
30
worden) nach ohngefahr einer halben
31
Stund auch angelangt. Eß befand-
32
en

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar.
b Unsichere Lesung.