Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

8. Februar 1697 · Seite 23v · Scan 64
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Zeilen 1–3
[023v] 1697 Exequiæ Patris Œconomi Mammerensis defuncti.
(lat) Begräbnis des verstorbenen Pater Statthalber von Mammern.

Transkription

Februarius
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begengnus des abgelebten Herrn Statthalteren
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bÿzuwohnen: weilen kein Pfad gewesen,
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müsste ich bÿ der Oberen Mülli hinunder, bis
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vnder die Schmitten, vnnd erst darnach gegen
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der Fendenbacher Zelg kehren, wo wider kein
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Pfad gewesen, vnnd müsste ich also ein
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ganz neüwen Weeg machen: so ganz vn-
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lustig geweßen. Ich fande zu Mammeren
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die Priesterschaft von dem ganzen vmb-
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kreiß, Œningen zwen, Emenshoofena den
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Statthalteren, Gintelhart den Pfarheren,
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Herderen alle 3 Herren; einzig bleib-
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ten auß der Pfarrer zu Eschenz, Wangen
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vnnd Herdern etc. Die Leich war in
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der Schlosß Capell gestellt, dorten immer
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vnnd immer Hochheilige Messen gelesen worden,
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bis vber 9 Vhren, wo die Leich (vnder
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meiner Mesß)b auß der Capell in die Pfar-
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kirch getragen, vnnd dorten gleich vor dem
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Chor-Althar bÿgelegt worden, so das mann
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den Althar Fuesß oder Tritt ganz hinwek thuen
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müesßen. Darüber haltete Herr Pater Statthalter
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von Clingenzell die Leich-Predig vast in
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3 Viertel Stund, vnnd folgte das Seel-
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gesungen. Nach welchem noch mehr Hochheilige
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Mesßen waren, vnder deren wir in das Schlosß
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hinundergangen, vnnd deß Mittag Esßens
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erwartet. Vnderdesßen redte ich mit Herrn
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Schifart

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Texteingriff durch Edition: ")" eingefügt.
1 Die 1256 erstmals erwähnte und 1848 aufgehobene Zisterzienserinnenabtei Feldbach lag in der Gemeinde Steckborn im heutigen Kanton Thurgau.Bibliografie