Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 17

6. Februar 1697 · Seite 21v · Scan 60
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[021v] 1697
Zeilen 20–22
Ioannes Bach et ædituus Diener nobiscum reficiunt.
(lat) Hans Bach und der Mesmer Diener essen mit uns.
Zeilen 24–26
Hic mutuas dat pecunias Patri Œconomo.
(lat) Dieser leiht Pater Statthalter Geld.

Transkription

Februarius.
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So hernacher geschehen, biß die vnserige sich
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desßelben angenommen etc. Ich liesß
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ihme vnnd dem diener ein Trunk geben,
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vnnd sie also wider fort reißen. Ich
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vnnd meine anwesende Herren machten
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ferner allerhand Gedanken, mit ver-
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wunderen, das die Steiner auf der Stÿ-
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gischen Seiten daß Salz zuführen kein Recht
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gehabt, gleichwohlen sie es bÿ vnverdenk-
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lichen jahren genosßen, vnnd desßetwegen
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abgewisen worden: vnnd iezt bÿ vnß
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ein Recht machen wollen, da sie dato nie
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keines geladen. Der Abend
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ist wider sehr kalt geweßen, doch fieng
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der Luft etwas milters zuseÿn, vnnd mei-
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stes hellen Himmel zumachen.
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Den 5. Februarii. Streichte der Oberluft noch sehr
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kalt, doch nit so stark, als gestert.
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Stabhalter Hanß Bach kam heüt mit mir
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wegen des Burg Ambts zurechnen:
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darüber bald Meßmer Diener gefolget,
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mir etwas Gelts vorstrekend: welche
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beide ich bÿ dem Mittag Esßen bÿ vnß
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sizen lasßen. Wir hatten darbÿ aller-
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hand Gedanken vnßer Schifart halben,
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wie endtlich wir dem Streit gegen denena
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Steineren ein glüklich End machen
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möchten. Der kalte Luft legte
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sich nach vnnd nach, vnnd erstillete auf
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den Abend vberal.
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Den 6. Februarii. Streichte am Morgen ein zimm-
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lich frisches vnderlüftlin, Schnee treüw-
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end. Den Tag schreibte ich ein ganz
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fründt

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.