Transkription
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Den 23. Ianuariia. Liesße ich mir die Ruhe be-
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lieben. Fanden am Morgen etwas Nebels,
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der sich zimmlich lang im Tahl aufgehalten,
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endtlich in die Höche gezogen, aber die Sonne
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nit herfür sehen lasßen. Gegen 10
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Vhren kamen Herr Landtvogt Zur Lauben1,
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erstlich das Schlosß besichtiget, nachgends
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von Herren Obervogt Rüepplin vnnd mir
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à parte (Herr Landtvogt vnnd Herr Landschreiber)
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genommen worden, dennen ich die mit Stein
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der Schifert halben erwachsene Streitig-
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keit eröfnet, vnd vmb Raht gebetten.
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Sie sagten mir auf meine Argumenta,
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daß die Grund ganz gut, vnnd hofent-
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lich zu vnßerem besten außfallen
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werde. Seÿe dahin der Freÿtag gestellt,
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das es rechtlich erörteret vnnd ein
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gebührender Entscheid gemacht solle werden.
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Entschuldigten sich des Vrkunds, den Herr
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LandtVogt inauditis nobis gegeben,
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vnnd wollen aber sehen, das dem Vbel ab-
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geholfen werde etc. In summa, sie
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gaben mir beste Wort vnnd Vertröst-
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ung einer guten Endschaft. Darüber
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mann bald zum tisch gangen. Mann
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wartet; er aber hatt sich entschuldigen lassen,
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vmb das Herr Landtvogt von Liechtensteig
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zu ihme