Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

7. März 1694 · Seite 148v · Scan 325
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Zeile 1
[148v] 1694
Zeilen 5–7
Laurentii Kleiner ferrarii fabri grave conto.
(lat) Die hohe Rechnung des Schlossers Laurenz Kleiner.
Zeilen 11–13
Vasa lignea pro lacte ex Fischingen allata.
(lat) Aus Fischingen wurden Holzgefässe für die Milch herbeigebracht.

Transkription

Martius.
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könne nit sehen, mit was Respect er sie lenger
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aufzuhalten Vrsach habe. Bin hernach, als
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ihme ich sonsten ein vertrauwt wort in Latin
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gesagt, wider nacher Hauß gekehrt.
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Dorten hab ich den Schlosßer Laurenz Kleiner an-
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getrofen, mit einem starken Conto, so ich ganz
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nit erwartet, vnnd desßetwegen mir ein nit
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geringe betrüebnus gemacht, sonderlich weil-
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en er im Preÿß gar zu hoch gestigen: iedoch
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hab ich ihne bÿ haller vnnd Pfennig ausszahlt.
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Gegen der Nacht ist Johannes Huober von Fi-
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schingen wider ankommen, vnnd hatt etwas hölzin
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Geschirr von Mutten vnnd Gelten gebracht,
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welche vnßere Haußhalterin begehrt hatte.
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Diser Abend war gantz still, dann der Wind
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nach Mittag sich gegen 3 Vhr gesezt. Jedoch
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streichte etwas vor 8 Vhren wider ein nit
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sonders kalter vnderluft, so aber nit lang
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gewährt, vnnd gegen 9 Vhren wider ganz ge-
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standen, vnnd hatten also wir ein Zimmlich rühe-
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wige Nacht.
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Den 7. Martii. War der Morgen in gleichem ganz
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still, vnnd meisten Theil von hellem Himmel;
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nachgends ist er etwas bezogen worden,
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das doch die Sonne dardurch hintringen,
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vnnd vnß nit vnliebliche Zeit machen können.
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Ist auch den ganzen Tag also verbliben, vnnd
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ein gute Nacht erfolget, in deren ich wegen
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etwas schwärmütigen Gedanken nit wohl
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einschlafen können, vnnd mir schier ein
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Krankheit desßethalben ersorgen wollen.
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In

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