Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

21. Juli 1690 · Seite 246v · Scan 504
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–3
[246v] 1690 Divertit in Berlingen.
(lat) Er kehrt in Berlingen ein.
Zeilen 12–13
Lectisternia immunda.
(lat) Unsaubere Bettstatt.
Zeilen 23–24
Discedit summo mane
(lat) Er reist frühmorgens ab.

Transkription

Iulius
1
getrauwet, vnnd derentwegen zu Berlingen
2
bÿ der Ledi zugekehrt, vnnd Herberg
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begehrt, welche der Wÿhrt willig zugesagt,
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so sonsten ein grober tolpischer Mann
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geweßen. Ich liesß auf den Tisch ein
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Suppen vnnd Stüklin Rind fleisch bringen,
7
darzu der Wÿhrt noch ein vbel zugerichtetes
8
Salathlin aufgestellt, vnnd mir ein sonder-
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bare halbe, den Schifleüten aber ein gantze
10
Masß Wein, vnnd verzehrten wir samptlich
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8 Batzen. Nach demme wir zur Ruhe sollen,
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führte vnß ein Knecht in die Kammer, da fande
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ich das Bett alt, vnsauber vnnd wüest zu-
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gerüst, derentwegen ich begehrt, wenigist frische
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Lÿlachen anzuspreiten, darumb der Wÿhrt
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von mir noch ein halben Batzen forderen dörfen,
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vneracht ich vorhero daß Schlafgelt schon
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laut seiner Anforderung bezahlt hatte.
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Ich schlafte wenig, weilen daß bett gar ellend,
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vnnd durch die Nacht im Hauß wenig Ruhe
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war.
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21. Iulii. Vmb 2 vhr am Morgen stuenden
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wir auf, fahrten vneracht des noch wider-
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wertigen Windts, vnnd Reegens den See
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hinunder, da wir nur am Port zu hin
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farten, weilen der Wind in der Weite vill
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starker scheinte zu seÿn. Endtlich alß
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wir etwas vnder Veldbach kommen, hatt
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der Wind zimmlich sich gesezt, vnnd der Reegen
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in etwas zarter worden, da ich mein Metti,
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Horas

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