Transkription
1
zeigten zu den Capuzineren, begrüssten Patrem
2
Guardianum, laßen Mesß, vnnd verrichteten
3
vnßer Gebett, da inzwüschen auch Pater Marian
4
ankommen, vnnd vnß widerumb in sein
5
Hauß begleitet. Dorten sizten wir et-
6
was früher Zu Tisch, vnnd namen das Mittag
7
Esßen ein, demme Frantz Nosch ein Vetter Patri
8
Mariani auch bygewohnet. Nach Mittag
9
gegen 2 Vhren warden wir in Herrn Burgermeisters
10
Freÿen Hauß abgeholt, wo Er neben Herrn Bur-
11
germeister Müller vnnd anderen 3 oder 4 von
12
dem Cellischen Raht Deputierten vnser war-
13
teten. Dorten traktierten Wir mit ihnen
14
vmb den Abzug Patri Mariani Erbguts, den
15
sie nit nur den 10.ten Pfennig, sonder auch den
16
Fünften, ia gar den dritten prætendierten,
17
welches vnß sehr schwär gefallen. Doch aber
18
mit Vorwand einer höflichkeit wolten
19
sie nit so gnauw nachen rechnen, sonder præ-
20
tendierten vber haupt endtlich 600 Florin Capi-
21
thal vnnd darüber 100a Reichsflorin. Liesßen
22
doch endtlich die 100 Reichsflorin noch fallen,
23
vnnd consentierten nach langem Streit auf
24
600 Florin Capithal, welche die Oberkeit der Erb-
25
schaft verzinßet hatte, vnnd 100 Reichs-
26
florin paares Gelts. Herr Pater Marian
27
vermeinte, diß gar Zu vill (vnnd wir
28
selbsten wolten vns lang wehren) vnnd
29
wollte derentwegen so xxxb gar nit mehr in
30
die