Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

25. April 1689 · Seite 68r · Scan 141
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[068r] 1689
Zeile 4
Prandet cum ipso
(lat) Er isst mit diesem zu Mittag.
Zeile 7
Discedit.
(lat) Er reist ab.
Zeilen 8–9
Pater Iosephus officio Divino adest in Eschenz.
(lat) Pater Joseph wohnt in Eschenz dem Gottesdienst bei.
Zeilen 17–19
Pater Œconomus Sonnbergensis equum mittit, quo in Sonnenberg veheretur.
(lat) Pater Statthalter von Sonnenberg schickt ein Pferd, mit dem er nach Sonnenberg reist.
Zeilen 27–28
Proficiscitur in Sonnenberg.
(lat) Er bricht nach Sonnenberg auf.

Transkription

Aprilis
1
befande aber die Kuchi dergestalten vbel bestellt,
2
daß ich einmahl nichts wüsste ihnen aufzu-
3
stellen, als ein guten Willen. Schikte nichts
4
destoweniger vmb ein paar Pfund Fisch, so zwar
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ankommen, aber gar Zu spath. Jedoch, so vill ich
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merken können, namen sie Forlieb, vnnd ge-
7
gen 4 Vhren Gnadeten sie ab, vnnd verreisten.
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24. Aprilis. War ein schöner Morgen, bÿ welchem
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ich nacher Eschenz zu Kirchen gangen, vnnd dem
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Gottsdienst bÿgewohnet, auch nach selbigem
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Mesß geleßen. Ich dissimulierte gegen
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Herrn Pfarreren alles was er gethan, machte ihme
13
Reverenz vnnd wünschte ein gueten Morgen:
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sonsten anders kame ich mit ihme nit zu-
15
reden, weilen er vnder meiner Mesß sich vn-
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gesaumbt fort gemacht.
17
Nach Mittag kam der Laggei zu Sonnenberg
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mit einem Pferdt allhero, mich dahin abzu-
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holen, desßen mich verwunderet, das Herr
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Statthalter gegen mir so wohl gewogen,
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vneracht ich desßen gantz nit gedenkt hette,
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vnnd nit gesinnet dermahlen auß dem hauß
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zugehen. Weilen aber ich sein so fründtliche
24
Invitation gesehen, hab ich im Namen deß
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herrens mich zu reißen resolviert, masßen
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dann nechsten Morgen.
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Den 25. Aprilis. Festo Sancti Marci ich dahin ver-
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reist, vnnd dorten vmb 10 Vhren glüklich
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angelangt, vnnd Herrn Statthalteren gesundena
30
in der

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.