Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

10. März 1689 · Seite 49v · Scan 104
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[049v] 1689
Zeilen 8–9
Expeditur ad iterum, sed impeditur.
(lat) Er will erneut aufbrechen, wird aber gehindert.
Zeile 15
Conducit alios nautas.
(lat) Er stellt einige Schiffleute an.
Zeilen 29–30
Constantiam venit vento propitio.
(lat) Er kommt nach Konstanz mit einem günstigen Wind.

Transkription

Martius
1
Zuruk kunft des botten mich eines anderen
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resolvieren müsßen, das namlich ich auf
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mornderigen Tag mit iemand anderem
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wolle nacher Constantz verreißen, weil
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der bott mir zuruk gebracht, es werde
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morgen frühe von Oeningen oder Stad ein
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Schif abfahren. Als nunn den
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10. Martii ich morgen celebriert, welches
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ich frühe gethan, vnnd darauf ein Früe-
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stuk genommen, bin ich mit dem Laggeÿen
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nacher Stigen kommen, aber das Schif schon
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nit mehr angetrofen, als welches früher
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als mann mir verdeüten, in tiefer Nacht
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abgefahren. Ich wartete vast
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ein Stund, da sich dorten Schifleüt anerbotten,
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mich zuführen, per 0,5 Reichsgulden. Allein müsße
17
ich 2 Schifmann haben. Vnnd vermeinte
18
also ich per 0,5 Reichsgulden nacher Constanz zu-
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kommen, steigte in daß Schif, nam
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mit mir ein nacher Münsterlingen ge-
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hörende Spahlen Käß, vnnd 1 Kistlin
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von Kupferstichen, so nacher Augspurg
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abfahren sollte. Vnnd fahrte also bÿ sehr
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starkem Nach Wind hierauf von 8 Vhren
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oder etwas darnach, bis nacher Constanz
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an dem Damm, da ich vmb 11 Vhren glüklich
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angelangt. Dorten ich die Kisten auf
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Augspurg gleich in ein Schif recommandiert,
29
auch die Spahlen Käß vberantwortet
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nacher Münsterlingen zubringen. Her-
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nach bin ich sampt den Schifleüten in
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daß Wihrtshauß zum Adler gangen,
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meinem

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