Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 13

17. Februar 1689 · Seite 46v · Scan 98
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[046v] 1689
Zeilen 5–7
Eques Pater Marianus Cellam profectus, in curru secum varia vehit.
(lat) Pater Marianus bricht zu Pferd nach Radolfzell auf und führt im Wagen verschiedene Dinge mit sich.
Zeilen 12–13
Pater Antonius reversus Sonnenbergam.
(lat) Pater Antonius ist nach Sonnenberg zurückgekehrt.
Zeilen 15–17
Pater Œconomus mittit Patribus Capucinis farcimina et ciceres.
(lat) Pater Statthalter schickt den Kapuziner-Patres Würste und Erbsen.
Zeile 23
Invitat hospites
(lat) Er lädt Gäste ein.
Zeile 30
Pauci comparent.
(lat) Wenige erscheinen.

Transkription

Februarius
1
ich deß langen Sitzens nit gewohnet, Zimmlich
2
seltzam vorkommen. Gegen halber 5
3
Vhren ist wider männigklich verreist, vnnd
4
wir zum Gebett gangen.
5
14. Februarii. Verreiste Reverendus Pater Marianus am
6
Morgen frühe wider nacher Cell, nam mit
7
sich ein gantzes Kärrlin voll allerhand
8
bücher vnnd Wahren, in Meÿnung, die Fasten
9
bÿ seiner Frauw Mueter zuzubringen.
10
Ihme hab ich auch noch ein Reith Pferdt geben etc.
11
Nit weniger vmb 8 Vhren verreiste Admodum
13
Beiden hab ich ettliche Würst, dann wir
14
iüngst eingemezget, mitgeschikt etc.
15
Auch Reverendis Patribus Capucinis hab ich auch ettliche blut,
16
Leber- vnnd xxxa Brathwürst, sampt 0,5
17
Viertel Erbsenb zugesandt. Were lieber selbsten
18
darmit dahin gangen, allein mann sagte
19
mir, sie hetten iezt täglich grosßes All-
20
mußen, vnnd Gäst, die sie tractierten,
21
derentwegen ich bÿ Hauß gebliben, vnnd
22
nit wollen vngelegenheit machen.
23
17. Februariic. Ladete ich zu Gast, die Herren von
27
zu Eschentz: hab gestrigen Abend allen
28
ein Brieflin darumb zugeschikt.
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seynd aber weiters niemand erschinen, als
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von Oeningen, vnnd Herr Pfarrer zu Mam-
32
meren.

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: Blute.
b Unsichere Lesung.
c Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung: "Ja" durch "Februarii" ersetzt.
1 Die 1331 erstmals erwähnte und 1848 aufgehobene Zisterzienserinnenabtei Kalchrain lag in der Gemeinde Hüttwilen im heutigen Kanton Thurgau.Bibliografie