Transkription
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8. Decembris. Stuenden wir alle zimmlich frühe auf,
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vnnd verrichtete ich mein gewohnetes Morgen-
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Gebett, setzte mich hernach zum Schreiben etc.
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Darüber es wider an ein rechnen gangen, doch hatt Herr
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Statthalter Pater Pius sein Sach, wie er gemeldt, geendet,
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vnnd also nichts sonderbares mehr können verrichtet
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werden. Darbÿ ist endtlich auch Schreiber Rüedi
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geweßen, welcher vermeint, das Junker Hector
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auch ein Rechenbuch gehabt: welchem ich selbsten
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schon mehrmahlen nachgefragt, Pater Pius aber von
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keinem wüsßen wollen, vnnd gesagt, er auß
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eintzigem seinem Hand Rodel die Rechnung
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formiert habe. Welches aber mir gar seltzam
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vorkommen, also das ich trachten müsßen, ein
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Rechenbuch zustellen vnnd anzufangen.
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Nach dem Mittag Esßen, bÿ welchem der Schreiber
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sich auch eingefunden, haben wir wider aller-
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hand Discursus gehabt, von allhießiger Haus-
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haltung, darmit sich die zeit bis vber 3
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Vhr verlofen. Ich nam darumb ein
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Sprung, gieng nacher Clingenzell, vnnd
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bathe Herrn Pater Statthalteren daselbsten, das ich ver-
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nommen, er ein vnnutze Vhr habe, welche feil
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seÿn solle, vnnd habe entgegen Reverendus Pater Pius ein Regal
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feil, welches er dargegen in ihre Kirchen offerie-
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re: Möchte derentwegen vernemmen, ob die Vhr
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feil, vnnd ob selbige noch zu brauchen, oder wie
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endtlich selbige möchte angeschlagen werden.
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Pater Statthalter zeigte mir sie alsobald, vnnd
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verehrte mir selbige von freÿen Stuken, sa-
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gende, er wüsße darmit nichts zu thuen, vnnd
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möge ich sie nach belieben abholen lasßen. Ich
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bedankte mich desßen, versprach, sie bis mor-
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gen abholen zu lasßen, vnnd zu probieren. Gieng
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also