Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

11. Juli 1688 · Seite 536 · Scan 547
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Marginalie
[536]
Zeile 1
1688
Zeilen 7–8
Mulctatur graviter a Svitensibus.
(lat) Er wird von den Schwyzern hart bestraft.
Zeilen 15–16
Plura metuit non immerito.
(lat) Er fürchtet zu Recht noch Schlimmeres.
Zeilen 23–24
Svitenses etiam Iudices citare intendunt Svitium.
(lat) Die Schwyzer wollen auch die Richter nach Schwyz vorladen.

Transkription

Iulius
1
daß er mit Ihren zu schafen gehabt habe.
2
Auf diß hin, weil nunn der Fähler kundt
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vnnd ofenbahr worden, vnnd laut eigener
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Bekandtnus ein solcher Fähler vorgangen,
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hatt Schweÿtz dißen wohl gewüsst zu inter-
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pretieren, zu vergrösßeren, vnnd folgendts
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ernstlich abzustrafen, vnnd ward ge-
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schlosßen, das er 100 thaler Sizgelt, vnnd
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100 thaler Buesß erlegen sollte. Da
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beneben der Arme Amman noch andere Vnkö-
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sten vill erlitten, das er mir bekennt, nur
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bis den 11. huius in die 500 neüwe Gulden gelitten
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habe. Eß vermeinte Er, hiermit alles
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vor Oberkeit werde richtig vnnd ausß-
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gemacht seÿn, allein es wartete noch vill
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Vbel vnnd Vngelegenheit auf Ihne, vnnd
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müsste nit ohne Fundament ersorgen, es
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wurden Ihre Fürstlich Gnaden Ihne vmb diße
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so grosßen Fähler auch der Ammanschaft
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entsetzen etc. Deren dato noch nichts
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geschlosßen worden.
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Auß dißem Handel folgte der andere,
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daß namlich Schweÿtz vermeint, weil
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die Scheltung von dem Meÿtli gegen Am-
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man Käli beharrlich geweßen, hette der
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Richter den Stab niderlegen, vnnd alß
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einen Fräfel für die Oberkeit weißen
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sollen, da sonderlich derselben vorgegeben
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worden, das Meitlin habe vor Gericht
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ofenlich geredt, es wolle Leib vnnd Le-
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ben darumb dargeben, vnnd mit der Mar-
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ter

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