Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 6

28. Februar 1688 · Seite 442 · Scan 453
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Marginalie
[442]
Zeile 1
1688 .
Zeile 3
Fures multi.
(lat) Viele Diebe.
Zeilen 8–10
In Sanctissimo Sacello lampadem argenteam furto ablatam Rappersvilæ vænalem datam.
(lat) Ein silberner Leuchter, der aus der Gnadenkapelle entwendet worden war, wurde in Rapperswil zum Verkauf angeboten.

Transkription

Februarius.
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zimmlich spath, also das mann Ihnen absonderlich
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dischen müesßen.
3
In dißem Monat hatt es hier vill Dieben abge-
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ben von allerhand Sorten so wohl Manns als
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Weÿbs-Persohnen. Vnder dißen ware eine
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Weÿbs Persohn (deren Namen dato vnbekannt ge-
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pliben,) in Heilige Cappell ein angehenkte kleine
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Ampel abgebrochen, wekgetragen, vnnd wie
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mann sagen wollen, zu Rapperschweil verkauft.
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Andere seÿnd ettlichen in ihre Keller so Tag, so
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Nachts (weisß nit wie) eingebrochen, Wein
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Brodt, Käs, Anken etc. wekgenommen, vnnd
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still sich widerumb darvon gemacht. Vnnd
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ist solche Ahrt stählens lang vnvermerkt
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geblieben, bis mann endtlich auf gewüsße In-
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dicia geachtet, bÿ welchen mann erst darnach
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daß Vnglük erfahren, aber so behutsamb nit
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seÿn können, das alles still gebliben.a Derent-
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wegen die Thäter sich vmb so geringe Zeit wohl
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können ein ziehen. Zweifle aber nit, es wer-
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de der Handel endtlich ausßbrechen, vnnd
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etwann einen Trefen, den mann villeicht nit
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meinet.

Anmerkungen

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